Frauen der Reformation in der Region

8. April bis 31. Oktober 2017
in Kooperation mit den Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland
und der Kirchlichen Frauenarbeit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen
Projektleitung/Konzeption: Cornelia Zimmermann
wissenschaftliche Mitarbeit. Kathleen Hirschnitz
Grafikdesign: Inside Grafik, Axel Göhre
Grafikdesign Wanderausstellung: Ilka Crimi, Hannover
Remise

… so lautet der Titel einer Ausstellung im Stadtmuseum Halle, die ab dem 8. April Lebensgeschichten von zwölf Frauen aus der mitteldeutschen Region als Trägerinnen der reformatorischen, gesellschaftlichen Bewegung in den Fokus nimmt. Vorgestellt werden mutige Frauen, die sich für die damalige Zeit ungewöhnlich klar zu politischen, religiösen aber auch gesellschaftlichen Fragen äußerten. Von Katharina von Bora als prominente Vertreterin einmal abgesehen, ist im Mutterland der Reformation oftmals wenig an (Reformations-)Frauenbiographien bekannt, da sie ihr Alltagsleben aufgrund vorgegebener Rollenbilder im Hintergrund führten bzw. führen mussten. Ein Ausstellungsschwerpunkt wurde bewusst auf die „erste Frau der Reformation in Halle“ – auf die Adlige Felicitas von Selmenitz (1488 – 1558) – gelegt. Felicitas von Selmenitz vollzog ihren Konfessionswechsel nach intensivem Bibel- und Schriftstudium und nahm den neuen Glauben in Form des Abendmahls in beiderlei Gestalt von Thomas Müntzer an, seinerzeit Kaplan in St. Georgen/Glaucha. Felicitas hinterließ zahlreiche Lebensspuren in der sogenannten „Septemberbibel“ von Martin Luther. Sie markierte Bibelstellen mit eigenen Symbolen, wies zum Beispiel mit einem Zeigefinger auf bestimmte Stellen hin. Die Ausstellung wird eine kleine Auswahl seltener Bücher aus dem Besitz der Felicitas von Selmenitz aus der Marienbibliothek in Halle zeigen.

Wir danken der Marienbibliothek zu Halle und dem Stadtarchiv Halle für die Leihgaben und die fachliche Unterstützung.

gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt