Heimat Halle-Neustadt

11. Juli bis 2. November 2014
Ein Ausstellungsprojekt des Stadtmuseums Halle und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Halle-Neustadt, Neustädter Passage 13 und Stadtmuseum Halle, Große Märkerstr. 10
Kuratiert vom Stadtmuseum Halle und von Studierenden im Studiengang Innenarchitektur an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle in Szene gesetzt

Halle-Neustadt wird fünfzig! Der einwohner- und flächenmäßig größte Stadtteil von Halle, 1964 als „sozialistische Chemiearbeiterstadt“ gegründet, ist erst drei Generationen jung. Kein Alter für eine Stadt. Gemessen an der kurzen Dauer der Neustädter Geschichte verlief diese ungewöhnlich dramatisch. Genau im Jubiläumsjahr 2014 teilt sie sich in zwei Hälften: 25 Jahre unwiderruflich vergangene DDR-Zeit und 25 Jahre Veränderungsprozesse mit offenem Ausgang.

Was die sozialistische und die marktwirtschaftliche Phase miteinander verbindet, ist die Frage nach der sozialen Qualität von Neustadt, nach der Großwohnsiedlung als Zuhause und Heimat. Halle-Neustadt als Heimat – verkörpert durch nächtlich erleuchtete Fenster in der geometrischen Fassade der Wohnblöcke – steht im Mittelpunkt der gemeinsamen Ausstellung von Stadtmuseum und Kunsthochschule Halle, die an zwei Orten gezeigt wird.

In Neustadt selbst beleuchtet die Ausstellung neben der Geschichte der „sozialistischen Chemiearbeiterstadt“ vor allem Umfeld und soziales Leben des Ortes bis in die Gegenwart hinein. Dazu tragen heutige wie auch ehemalige Neustädter ihre Sicht bei und stellen zahlreiche Ausstellungsstücke zur Verfügung.

In den Räumen des Stadtmuseums Halle werden die Neustadt-Bilder des Malers Uwe Pfeifer, der Comiczeichnerin Ulli Lust, der Fotografen Gerald Große, Thomas Hoepker, Sebastian Komnick, Matthias Ritzmann, Jens Schlüter und des Dokumentarfilmers Thomas Heise zueinander in Beziehung gesetzt.

Diese ganz unterschiedlichen Blickwinkel werfen nicht zuletzt ein Licht auf Bewertungen Halle-Neustadts in den zurückliegenden 50 Jahren, von begeisterten bis herabsetzenden, dabei immer auch persönlich geprägten.