Zeichnung des Tassenentwurfs Typ Krokus

Lettiner Porzellan: Krokus mit Hindernissen

Elke_Arnold | 03.03.2021 Entdecken

Es wird Frühling! Neben Winterlingen und Schneeglöckchen leuchten die Krokusse weiß, orange und lila aus der Erde.

Krokusse mit mit einer Vielzahl verschiedener Muster harren auch im Stadtmuseum hinter den noch verschlossenen Türen der Sonderausstellung „Begehrt und zerbrechlich“ aus. Gemeint sind die Sammeltassen vom Modell „Krokus“, die in der 1980er Jahren im Lettiner Porzellanwerk hergestellt wurden.

Die Geburtsstunde von „Krokus“ schlug 1981. Damals wurde der 200jährige Geburtstag des Baumeisters Karl Friedrich Schinkel begangen. Zu seinen Ehren sollte sich dessen klassizistische Formensprache im Entwurf wiederfinden. Soweit zur Idee des Formgestalters Hubert Kittel, der zwischen 1980 und 1983 im Lettiner Werk angestellt war.

Produktionstechnisch ließ sich der erste Entwurf in Lettin nicht umsetzen. Zu aufwändig die Henkelform, zu anspruchsvoll der angesetzte Fuß. Die Ursprungsidee verschwand in der Schublade und Hubert Kittel dachte noch einmal neu. Eine vorhandene Form sollte als Basis dienen. Ein flaches Relief darauf war trotz der veralteten Produktionstechnik herstellbar und so kamen Tasse, Untertasse und Teller zum Blütenblattmotiv. Die Reihe der Henkelformen zeigt, in welchen Schritten der erste Entwurf "ausgemagert" wurde. Übrigens: Auf das farbige Dekor hatte der Formgestalter keinen Einfluss.

Die schwierige Geburt der Sammeltasse „Krokus“ tat ihrer Beliebtheit keinen Abbruch. Über 20 Gedecke wurden dem Stadtmuseum von ihren Besitzerinnen und Besitzern zur Ausleihe für die Ausstellung angeboten. Herzlichen Dank dafür! Die eine oder die andere wird in der Ausstellung ihren Platz finden.

Wer besitzt eine "Krokus" und kannte ihren Namen bisher nicht? Auf dem Sammeltassengedeck ist der Name nicht zu finden. Vielleicht auf der Originalverpackung? Wer hat noch eine und kann Auskunft geben?

 

"Krokusse" in Varianten

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