Roter Turm: Halleluja und Glockenschlag für Halles Neugeborene

Bildquelle: Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara / Andrea Bergert).

Bildquelle: Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara / Andrea Bergert

Unter dem Motto Ein Halleluja für die Neugeborenen der Händelstadt gibt es ab sofort ein neues Klangerlebnis auf dem Hallenser Marktplatz: Täglich um 13 Uhr erklingt nach dem Stundenschlag das Halleluja aus Händels Oratorium Der Messias vom Glockenspiel des Roten Turmes. Anschließend ertönt für jedes in der Stadt am Vortrag geborene Kind ein Glockenschlag im hohen C-Ton.
Über die tägliche Anzahl der Geburten in Halle informieren das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, das Universitätsklinikum und die beiden Geburtshäuser „Bauchgefühl“ und „Lebenslicht“.

Jane Unger, Direktorin des Stadtmuseums: „Dass die Neugeborenen mit Händels Halleluja, gespielt auf Europas größtem Turmglockenspiel in ihrer Heimatstadt begrüßt werden, ist ein Zeichen der Familienfreundlichkeit unserer Stadt. Das Halleluja ist ein besonderer Ausdruck der Freude und es gibt keine Stadt, die an einem so zentralen Ort, die neuen Erdenbürger begrüßt.“

Chefarzt Dr. Sven Seeger: „Täglich erleben wir die Freude der Familien über den Nachwuchs und dürfen daran Teil haben. Das Halleluja, die Glockenschläge und der prominente historische Standort des Carillons sorgen dafür, dass nicht nur Bürger, sondern auch Besucher der Stadt einen weiteren, besonders charmanten Grund haben, auf dem Marktplatz zu verweilen.“

Das Projekt ist eine gemeinsame Idee von Dr. Sven Seeger, Chefarzt der Geburtshilfe am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) und dem Stadtmuseum Halle um. Die computergesteuerte Realisierung war möglich, dank einer großzügigen Spende des AV-Studio Kommunikationsmedien GmbH aus Halle (Saale).

Der Rote Turm, dessen Bau 1418 begann und 1506 abgeschlossen wurde, beherbergt das mit 76 Glocken das größte Carillon Europas. Zu jeder vollen Stunde ertönt der berühmte „Westminster-Schlag“, als Erinnerung der Geburtsstadt Händels an dessen Wirkungs- und Ruhestätte London. Bereits seit April 2018 finden regelmäßig samstags 15 Uhr Carillon-Konzerte auf dem Marktplatz statt.

Grafik: Aus einer Zeichnung von Hans Richard von Volkmann, 1911, Stadtarchiv Halle (Saale)