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Der Blick zurück: Reinhard Hentze trifft Brunhild Köhler

Zeitzeuginnengespräch und Ausstellungsrundgang, Moderation John Palatini

Brunhild Köhler in einem Lagerraum der Bezirksverwaltungsbehörde Halle des Ministeriums für Staatssicherheit, Gimritzer Damm, 31. Januar 1990 - vor einem Regal mit Tonbandkassetten-Boxen (ca. 5.300 Kassetten à 60 Minuten in diesem Regal)

Halle (Saale), Bezirksverwaltungsbehörde Halle des Ministeriums für Staatssicherheit, Gimritzer Damm, 31. Januar 1990 - Tonbandkassetten-Boxen (ca. 5.300 Kassetten à 60 Minuten in diesem Regal) – Brunhild Köhler vom Bürgerkomitee, Foto: (c) Reinhard Hentze

Ab 1985 engagierte sich Brunhild Köhler in der DDR-Opposition in der Gruppe „Frauen für den Frieden“. Nach dem Gründungsaufruf des „Neuen Forums“ im Herbst 1989 sammelte sie in Halle Unterschriften und wurde später Mitglied des Stadtsprecherrates des „Neuen Forums“; im Januar 1990 arbeitete sie zudem in der Autorisierten Gruppe des „Runden Tisches“ im Bezirk Halle zur Auflösung des Bezirksamtes für Nationale Sicherheit (Nachfolgeorganisation des MfS) und der Sicherung der Stasi-Akten mit. Im März 1990 konnte sie nach jahrelangem Berufsverbot ihre Tätigkeit als Physikerin wieder aufnehmen.

Der Blick zurück: Reinhard Hentze trifft Personen der halleschen Zeitgeschichte

Im Format des Zeitzeugengesprächs begegnet Reinhard Hentze im Rundgang durch die Sonderausstellung Menschen, die auf einigen seiner Fotografien als politische Akteure zu sehen sind. Gemeinsam betrachten und reflektieren sie die Bilder und blicken zurück in die Geschehnisse der Umbruchszeit von 1989/90 oder den Alltag in der späten DDR. So entsteht im Dialog von Fotografie, Erinnerung und heutiger Perspektive ein lebendiger Blick auf die jüngere Geschichte Halles – persönlich erzählt von den Menschen, die sie erlebt und mitgestaltet haben. Auch die Teilnehmenden des Rundgangs sind eingeladen, sich am Gespräch zu beteiligen. Die Moderation übernimmt Gastkurator John Palatini. 

Eintritt

7 €, erm. 5 €