Hausmannstürme

Hausmannstürme

Auf Brandwacht in schwindelnder Höhe

Zwei von vier Türmen der Marktkirche laden zum Besuch ein. Haben Sie die 225 Stufen der Hausmannstürme erklommen, werden Sie mit einem Rundumblick über die Stadt belohnt. Hier arbeitete und wohnte bis 1916 ein Türmer samt Familie. Früher wachte er über die Stadt und schlug bei Feuer auf der Sturmglocke Alarm.

Heute lohnt der mühevolle Aufstieg nicht nur wegen des Ausblicks. Wer sich traut, kann sich hochoben im Hochzeitszimmer  das Ja-Wort geben.

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  • Marktplatz

    Entspannt und komfortabel erreichen Sie die Hausmannstürme mit dem öffentlichen Personennahverkehr, Haltestelle „Markt“.

    Bitte beachten Sie, dass die Hausmannstürme nicht barrierefrei sind.

Als der Marktplatz zwei Kirchen hatte

Die vier Türme der Marktkirche und der Rote Turm bilden zusammen das bekannteste Wahrzeichen der Stadt Halle: die fünf Türme. Die beiden Turmpaare der Marktkirche gehen auf zwei mittelalterliche Vorgängerbauten zurück.

Bis 1530 gab es zwei Kirchen auf dem Marktplatz: die Gertrudenkirche mit den spitzen Türmen, die „Blaue Türme“ genannt werden und in unmittelbarer Nachbarschaft die Marienkirche mit ihren beiden Türmen. Diese wurden später zu den Hausmannstürmen umgebaut.

Abbruch und Neubau

Der Wunsch des Landesherren Kardinal Albrecht nach einer großen repräsentativen Marktkirche besiegelte Pfingsten 1529 per Beschluss das Ende von Marien- und Gertrudenkirche.  Im selben Jahr begann der Abriss der Kirchenschiffe. Die Türme blieben erhalten.

Der Baumeister Caspar Krafft und sein Nachfolger Nickel Hoffmann ließen zwischen den Turmpaaren das Schiff der Marktkirche errichten – eine bedeutende Architeketenleistung dieser Epoche. Das Turmpaar der ehemaligen Marienkirche wurde als Türmersitz ausgebaut und erhielt eine Verbindungsbrücke. 1554 waren die Arbeiten abgeschlossen.
Zusammen mit dem Roten Turm verleihen die vier Türme der Marktkirche dem Marktplatz seinen unverwechselbaren Charakter.

 

Führungen der Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH:

Montag, Mittwoch, Freitag
→ 16:00 Uhr

individueller Aufstieg:

Sonnabend + Sonntag
→ 10:00 – 15:00 Uhr

(zusätzliche Führungen nach Vereinbarung möglich)