Willkommen im Stadtmuseum Halle!
Die erste Adresse, um hallesche Stadtgeschichte(n) zu entdecken!
Veranstaltungstipps
Filmpremiere und Gespräch im Puschkino
Stolpersteine - Filme gegen das Vergessen ist eine Kurzfilmreihe des Master-Studiengangs Multimedia und Autorschaft der Abteilung für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Inspiriert vom Stolpersteinprojekt des Künstlers Gunther Demnig, setzen sich die Studierenden seit 2007 in dokumentarischen Projekten mit den Menschen und Geschichten hinter den Gedenksteinen auseinander. Seit 2016 werden die in Kooperation mit dem Zeitgeschichte(n) e. V., dem Stadtmuseum Halle und weiteren Partnern entstandenen Filme jährlich im Januar gezeigt.
Das Gespräch findet mit den Medienschaffenden sowie Susanne Siegert (Instagramkanal Keine.Erinnerungskultur) und Angehörigen der Personen auf den Stolpersteinen statt.
Filmprogramm
PROTOKOLLIERT, BENUTZT, VERGESSEN: ZWANGSPROSTITUTION IN KONZENTRATIONSLAGERN
Autorinnen: Carolin Körber, Lea Büttner
Der Film beleuchtet ein verdrängtes Kapitel der NS-Geschichte: die systematische Zwangsprostitution in Lagerbordellen. Anhand der fragmentarischen Erzählungen von Zeitzeuginnen wird sichtbar, was lange im Schatten stand – und bis heute nicht aufgearbeitet ist.
DIE NASE ALS ZEICHEN DES ANDEREN
Autorinnen: Johanna Pichler, Allegra Wendemuth, Charlotte Bock, Nele Störmer
Von der plastischen Chirurgie im frühen 20. Jahrhundert bis zu TikTok-Trends heute: Der Film zeigt, wie antisemitische Schönheitsnormen sich durch die Jahrhunderte ziehen und bis in die Gegenwart hinein Körper und Selbstbilder prägen.
KURT KOCH UND DER ROSA WINKEL
Autorinnen: Kio Weck, Marianna Mertens
Kurt Koch aus Halle überlebt die NS-Verfolgung als homosexueller Mann – doch seine Stimme wurde nie gehört. Der Film erzählt von der systematischen Unterdrückung queerer Menschen und dem jahrzehntelangen Schweigen darüber.
GESTOHLENES GEDENKEN: STOLPERSTEINE IN ZEITZ
AutorInnen: Babett Gumbrecht, Felix Jakobs, Erik Peuker, Clemens T. Kral, Nicole Scheermann Zeitz, Oktober 2024
Alle Stolpersteine der Stadt werden gestohlen. Januar 2025: Die neu verlegten Steine werden beschädigt. Der Film dokumentiert Angriffe auf das Gedenken und die beeindruckende Zivilcourage einer Stadt, die sich wehrt.
DER WEG ZURÜCK
AutorInnen: Louis Auvray, Oscar Krimm, Annika Seiferlein
Michal Saar Bleiweiß begibt sich auf die Spuren ihres Vaters Manfred Katz, der in Halle aufwächst und den Holocaust überlebt. Die Reise führt von Israel über Prag und Theresienstadt zurück nach Halle: eine persönliche Auseinandersetzung der zweiten Generation mit den Verbrechen an ihrer Familie.
Hintergrund
Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 81. Mal. Der Tag ist dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gewidmet. Aus diesem Anlass werden am 26.1.2026 und am 27.1.2026 im Puschkino Kurzfilme zu Stolpersteinen in Halle gezeigt. Vor vielen Wohnhäusern in europäischen Städten erinnern Stolpersteine an Menschen, die einst dort lebten und vom NS-Regime verfolgt und getötet wurden.
veranstaltet von der Landeszentrale für politische Bildung
Buchlesung von und mit Alexander Hagelüken, Ltd. Wirtschaftsredakteur Süddeutsche Zeitung sowie Prof. Dr. Oliver Holtemöller, stv. Präsident des IWH Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (angefragt) | Große Märkerstraße 10, 06108 Halle (Saale)
Wie Rechte von Trump bis AfD unseren Wohlstand zerstören und wie man ihre Wählerinnen und Wähler zurückholt.
Weltweit agitieren Rechte gegen Freihandel, EU, Migration, demokratische Institutionen und Klimaschutz. Doch ihre »Ökonomie des Hasses« zerstört den Wohlstand und verschlechtert das Leben aller, wie die Welt seit der Wahl von Donald Trump täglich erleben muss: Handel und Wirtschaft schrumpfen drastisch, Pflegekräfte fehlen, wo Migration verhindert wird, ohne Institutionen kollabiert die Demokratie und ohne Klimaschutz der Planet.
Der SZ-Wirtschaftsredakteur Alexander Hagelüken zeigt an vielen Beispielen und Daten, wie die Rechten Reiche noch reicher machen und die Mehrheit der Gesellschaft leidet. Der globale Aufstieg der Rechten wird bisher vor allem politisch und moralisch diskutiert. Doch: »It’s the economy, stupid!« Hagelüken schildert eindrücklich und verständlich, wie rechte Politik Wohlstand, Frieden und Freiheit gleichermaßen angreift. Er schlägt neue Wege vor, Wählerinnen und Wähler zurückzugewinnen. Gerade jetzt braucht es eine neue Wirtschaftspolitik, um unsere Demokratie zu bewahren.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
über Wohnungslosigkeit in Halle
Mit dieser Sonderausstellung widmet sich das Stadtmuseum Halle einem aktuellen Thema der halleschen Stadtgesellschaft. Ein Mensch, der keine eigenen, sicheren vier Wände hat, ist dem öffentlichen Blick ausgeliefert. Menschen, die wohnungslos sind oder in prekären Verhältnissen leben, erfahren häufig gesellschaftlichen Ausschluss und Entmenschlichung. Die Ausstellung versucht, sich gegen diesen Blick zu sperren. Sie begleitet Menschen zu den Orten, an denen sie leben, an denen sie betreut und aufgenommen werden.
Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Studiengang Kommunikationsdesign/ Schwerpunkt Fotografie der Kunsthochschule Burg Giebichenstein, der Evangelischen Stadtmission Halle e.V. und dem Stadtmuseum Halle.
Programm zur Eröffnung
ab 18 Uhr
Begrüßung
Jane Unger, Direktorin Stadtmuseum Halle
Grußworte
Katharina Brederlow (Beigeordnete für Bildung und Soziales, Stadt Halle (Saale)
Oberkirchenrat Christoph Stolte (Vorstandsvorsitzender Diakonie Mitteldeutschland, Diakonisches Werk Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland e.V.)
Über das Projekt
Prof. Stephanie Kiwitt (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle)
Heiko Wünsch (Wärmestube der Stadtmission Halle)
Einführung in die Ausstellung
Studierende der Projektgruppe
mit Kurzführung durch den Künstler
Mit Engramme präsentiert das Stadtmuseum Halle einen weiteren halleschen Künstler der Gegenwart.
Harwardt beschäftigt sich in seiner Kunst vor allem mit Stadtlandschaften. Seine Bilder zeigen Architektur auf besondere Weise: Gebäude werden isoliert, neu zusammengesetzt oder verfremdet. Dabei interessieren ihn sowohl bekannte Sehenswürdigkeiten als auch unscheinbare Orte wie Industriegebiete, geschlossene Werkstore, Kioske oder Straßenmarkierungen. Schöne und weniger schöne Seiten der Stadt stehen gleichberechtigt nebeneinander.
Die dargestellten Stadtansichten wirken oft sehr genau und detailreich, zugleich aber auch ungewöhnlich oder traumhaft. Durch starke Kontraste, Überlagerungen und überraschende Perspektiven entstehen Bildräume, die real und unwirklich zugleich erscheinen. Der Ausstellungstitel Engramme bezieht sich auf Spuren von Erinnerung – die Werke lassen sich als gespeicherte Eindrücke urbanen Lebens verstehen.
Harwardt arbeitet mit großer handwerklicher Präzision und nutzt verschiedene Techniken. Neben Farbholzschnitten und Siebdrucken setzt er auch Collagen, Malerei und digitale Verfahren ein. In der Serie Beat (2022) entstehen aus architektonischen Motiven vielschichtige Kompositionen aus Linien, Formen und transparenten Farben, die durch Klarheit und Rhythmus überzeugen.
Die Ausstellung Engramme lädt dazu ein, Stadt neu zu entdecken – als Ort von Erinnerung, Struktur und überraschender Schönheit.
Über den Künstler
Sebastian Harwardt wurde 1982 in Stendal geboren und studierte nach einem geisteswissenschaftlichen Studium in Berlin Grafik und Malerei an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Seit seinem Abschluss im Jahr 2015 ist er mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsent und wurde mehrfach mit Stipendien und Preisen ausgezeichnet.
Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist kostenlos.
Veranstaltungen
Do 05.02.2026; 16 Uhr: Ausstellungseröffnung
Mi. 25.03.2026; 17 Uhr: Führung mit dem Künstler Sebastian Harwardt
So. 31.05.2026; 15 Uhr: Führung mit dem Künstler Sebastian Harwardt am letzten Ausstellungstag
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