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Giebichensteiner Sommerfilmnacht - Freiheit, Protest, Erinnerung

Foto vom Burgplateau während eine Kinovorstellung bei Nacht

Kino unterm Sternenzelt! Wir laden zum gemütlichen Filmabend in der romantischen Kulisse der Oberburg Giebichenstein.

Der Film beginnt 21.30 Uhr. Vorab können Sie bereits ab 20 Uhr die Aussicht genießen oder 20.30 Uhr bei einer Kurzführung in die Geschichte der Burg eintauchen. Für kühle Getränke und Snacks ist gesorgt.

Eintritt: 8,50 €

Wie in den letzten Jahren gilt: Sie wählen aus zwei Filmen ihren Favoriten. Der Film mit den meisten Stimmen wird gezeigt. Welcher das ist, erfahren Sie am Tag der Aufführung spätestens um 12 Uhr hier und auf unseren Social-Media-Kanälen. Bis 10 Uhr können Sie Ihre Wahl treffen.

Zur Wahl standen diesmal:

a) Und morgen die ganze Welt (Deutschland/ Frankreich 2020) 
b) Leander Haußmanns Stasikomödie. Wir waren alle dabei. Außer ich!

Und morgen die ganze Welt (Deutschland/ Frankreich 2020) Drama

Luisa (Mala Emde) ist 20 Jahre alt, stammt aus gutem Haus, studiert Jura im ersten Semester. Und sie will, dass sich etwas verändert in Deutschland. Alarmiert vom Rechtsruck im Land und der zunehmenden Beliebtheit populistischer Parteien, tut sie sich mit ihren Freunden zusammen, um sich klar gegen die „Faschos“ zu positionieren. Schnell findet sie Anschluss bei dem charismatischen Alfa (Noah Saavedra) und dessen besten Freund Lenor (Tonio Schneider). Für die beiden ist auch der Einsatz von Gewalt ein legitimes Mittel, um Widerstand zu leisten. Bald schon überstürzen sich die Ereignisse. Und Luisa muss entscheiden, wie weit zu gehen sie bereit ist – auch wenn das fatale Konsequenzen für sie und ihre Freunde haben könnte.

Trailer

Leander Haußmanns Stasikomödie. Wir waren alle dabei. Außer ich!

Berlin, heute: Auf Drängen seiner Freunde, seiner Frau, Kinder und Enkel hatte sich Ludger Fuchs (Jörg Schüttauf) entschlossen, Einsicht in seine Stasi-Akte zu beantragen. Heute ist er ein prominenter, ja, populärer Romanautor, gestern war er ein Held des Widerstandes der DDR; er stand also zwangsläufig unter Beobachtung der Staatssicherheit. Stolz präsentiert Ludger seiner versammelten Familie die dicke Akte. Alles hat die Stasi dokumentiert und kommentiert: seine Wohnung, seine Katze, selbst Szenen mit seiner Frau Corinna (Margarita Broich) im Ehebett… Aber dann: „Was ist denn das?!“ Ein zerrissener und wieder zusammengeklebter Brief, sehr detailliert, sehr intim…. Also von Corinna war der bestimmt nicht, und Corinna will es jetzt genau wissen. Ludger wiegelt ab: „Das war doch vor Deiner Zeit…“ Aber es ist zwecklos, die Stasi hat alles genau dokumentiert. Wütend packt Ludger seine Akte zusammen und entflieht vor dem inzwischen handfest und laut gewordenen Ehestreit nach draußen. Vor dem Haus zündet er sich eine Zigarette an und bläst den Rauch nachdenklich in die Sonne. Und er erinnert sich an den jungen Mann (David Kross), den die Stasi einst angeworben hatte, um in die Bohème des Prenzlauer Bergs einzutauchen, sie auszukundschaften und zu zersetzen. Und wie ihm das Leben dort sofort so sehr gefallen hatte: die Freiheit, die Frauen (und nicht nur eine!), dass er schon bald seinen Auftrag vergessen hatte…

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Alle Sommerfilmnächte im Überblick