Lesung und Gespräch: "Stauffenberg: Mein Großvater war kein Attentäter"
mit Sophie von Bechtolsheim, Historikerin und Enkelin von Claus Schenk Graf von Stauffenberg (1907–1944), und Norbert Böhnke, Koordinator Erinnerungskultur und Stadtgeschichte der Stadt Halle (Saale)
Sophie von Bechtolsheim, Historikerin und Enkelin von Claus Schenk Graf von Stauffenberg (1907–1944), liest aus ihrem Buch "Stauffenberg: Mein Großvater war kein Attentäter". Sie erzählt erstmals von den zahlreichen Stauffenberg-Bildern, die ihr im Laufe ihres Lebens begegnet sind – in der Wissenschaft, in den Medien, aber vor allem in der Familie. Sie fragt danach: "Wer war er, wer war mein Großvater?" und lädt die Zuhörer:innen ein Ihre Antwort darauf zu finden.
Im Anschluss an die Lesung wird Norbert Böhnke, Koordinator Erinnerungskultur und Stadtgeschichte der Stadt Halle (Saale), mit Sophie von Bechtolsheim über verschiedene Fragen ins Gespräch kommen: Welche Bedeutung kann der Widerstand gegen Hitler für uns heute haben? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Betrachtung deutscher Geschichte gibt es zwischen Ost und West? Welches Verhältnis herrscht zwischen wissenschaftlicher (historischer) Erkenntnis und was wir erinnerungskulturell daraus machen? Welche Bedeutung hat - mitunter familiengeschichtlich - die Frage nach der eigenen Verantwortung für das Gelingen der ersten Republik auf deutschem Boden, wenn wir uns mit Widerstand gegen NS beschäftigen?
Die Veranstaltung fügt sich in die kontinuierliche Beschäftigung des Stadtmuseums Halle mit dem Thema Widerstand gegen Hitler ein und bietet Gelegenheit, ausgewählte Aspekte weiter zu vertiefen.
Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, wird um Anmeldung bis zum 15. August 2026 gebeten. Telefonisch unter 0345 - 221 3030 oder per E-Mail unter buchung-stadtmuseum@halle.de
Eintritt: 5 €; ermäßigt 3€
