Möbelindustrie der DDR in Halle - eine spannende Geschichte
Vortrag und Gespräch mit Heinz Möller und Kuratorin Kristin Land
Wie wurde Halle zu einem bedeutenden Standort der DDR-Möbelindustrie? Welche Menschen prägten ihren Aufstieg – und warum verschwand eine ganze Industrie nahezu vollständig? Heinz Möller erforscht seit Jahren die Geschichte der Möbelindustrie in Ostdeutschland. Sein Vortrag lädt zu einer faszinierenden Spurensuche durch ein weitgehend vergessenes Kapitel der halleschen Wirtschaftsgeschichte ein. Im Gespräch mit Kuratorin Kristin Land werden Erinnerungen, Bilder und historische Zusammenhänge lebendig.
Ausgehend von der Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg zeichnet der Vortrag die Entwicklung der Möbelindustrie in Halle nach: von den verbliebenen Betrieben unter der Leitung der Industriewerke und später der VVB (Vereinigung volkseigener Betriebe) Halle über die prägenden Persönlichkeiten Rudi Jaeckel und Rudi Ernst bis hin zu den bekannten Betrieben VEB Möbelwerke Halle und VEB Polstermöbel Halle. Historische Fotografien und Dokumente veranschaulichen eindrucksvoll den Aufbau, die Blütezeit und schließlich den Niedergang dieser Industrie.
Die Veranstaltung findet im Begleitprogramm der Sonderausstellung "PURe VISIONEN. Kunststoffmöbel zwischen Ost und West" statt. Die Ausstellung ist eine Wanderausstellung des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und des Museums Utopie und Alltag in Eisenhüttenstadt und wird in Halle (Saale) in Kooperation mit dem Stadtmuseum Halle präsentiert.
Die Ausstellung wird gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, den Industriepark Lausitz und die BASF Schwarzheide GmbH sowie unterstützt vom Deutschen Rundfunkarchiv. Sie ist noch bis 1. November 2026 im Stadtmuseum Halle zu sehen.
Eintritt frei
