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Antisemitismus im Kaiserreich und der jungen Weimarer Republik

Vortrag und Gespräch mit Thomas Gräfe, Autor und freier Historiker

Schwarz-Weiß-Foto von 1935 zeigt eine Skulptur, bei der ein nackter muskulöser Mann auf einem Monster sitzt und es niederzwingt

Die Ausstellung zu Reinhard Heydrich im Stadtmuseum Halle widmet sich auch seiner Jugendzeit in Halle an der Saale. Sie wirft dadurch eine von seinen Biografen und von der Stadtgeschichte bisher nicht beantwortete Frage auf: Wuchs der spätere Architekt der „Endlösung der Judenfrage“ in einer Zeit auf, in der man sich tolerant gegenüber Juden verhielt oder in der bereits völkisches Denken vorherrschte?

Der Vortrag gibt Einblicke in eine Epoche voller Widersprüche. Durch rechtliche Gleichstellung und sozialen Aufstieg gelangten die Juden im Kaiserreich vom Rand in die Mitte der Gesellschaft. Zugleich wurden sie in manchen Bereichen weiterhin diskriminiert, und es entstand der moderne Antisemitismus, dessen Ideologie die Nationalsozialisten vorfanden und nicht erfanden.

Was müssen wir tun, um diesen wichtigen Teil der Stadtgeschichte zu erforschen?

Thomas Gräfe ist Autor und freier Historiker in Vlotho. Seine Forschungsschwerpunkte sind Antisemitismus, deutsch-jüdische Geschichte und "Arisierung".

Die Veranstaltung findet im Rahmen der „Bildungswochen gegen Rassismus 2026“ statt. 
Zudem ist sie Teil des Begleitprogrammes der Ausstellungen „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“ und „Spuren in Halle. Zum Forschen und Mitmachen“ und wird von der Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen-Anhalt unterstützt.

Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellungen sind noch bis 10. Mai 2026 im Stadtmuseum Halle zu sehen. Weitere Informationen zu den Ausstellungen finden Sie hier.