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mit Ute Fahrig, Kuratorin Stadtmuseum Halle
Haben Sie ein Lettiner Lieblingsstück zu Hause? Vielleicht gar ein ganzes Service oder einen Schrank voller Sammeltassen? Nach einem Gang durch die Dauerausstellung mit Lettin-Expertin Ute Fahrig und der Vorstellung der Porzellanexponate tauschen wir uns bei einer Tasse Kaffee zu Ihrem Lettiner Porzellan aus. Bringen Sie dazu gern Tasse, Teller oder auch ein Foto mit.
Auf einen Kaffee ins Museum. Entdecke Halle! am Nachmittag
Die Reihe verspricht spannende Einblicke in die Geschichte Halles!
Ausstellungsbesuch & Kaffeeplausch, Kaffee oder Tee & kleiner süßer Imbiss inklusive
Tickets
pauschal 7 €
Eine Veranstaltung des Vereins für hallische Stadtgeschichte e. V. in Kooperation mit der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung, dem Stadtmuseum Halle und der Marienbibliothek Halle.
Der hallische Apotheker und Begründer der Löwenapotheke Wolfgang Holtzwirth (1522–1572) gilt als erster Lutheraner überhaupt, der 1546 eine Reise ins Heilige Land unternahm. Ausgehend von Italien, wo er sich zuvor zwei Jahre als Landsknecht und Apotheker durchschlug, fuhr er 1546 auf die teils abenteuerliche Reise in Richtung Jerusalem. Seine außergewöhnlich persönliche und detailreiche Schilderung berichtet nicht nur von den Strapazen einer frühneuzeitlichen Pilgerfahrt, sondern auch von Ängsten, Gefahren und Begegnungen eines protestantischen Reisenden in einer fremden Welt. Damit nimmt Holtzwirth unter den Jerusalemreisenden seiner Zeit eine besondere Stellung ein.
Anlässlich der Edition seines autobiografischen Gedenkbuchs widmete sich bereits 2024 eine Tagung Holtzwirths stadt- und familiengeschichtlichen Umfeld sowie den Jerusalemreisen protestantischer Pilger in der frühen Neuzeit. Der Abend greift diese Perspektiven erneut auf: Axel Noack stellt den Apotheker und dessen Bedeutung für die hallische Stadtgeschichte vor. Die Herausgeber Hartmut Kühne und Carolin Schäfer präsentieren die in Buchform veröffentlichten Ergebnisse der Tagung.
Auch das Stadtmuseum Halle ist mit der Familiengeschichte der Holtzwirths verbunden. Elisabeth, die älteste Tochter und Erbin des Jerusalempilgers, der in der Wittenberger Apotheke Lucas Cranachs auslernte, wohnte später im Renaissancehaus Märkerstraße 10. In zweiter Ehe war sie mit dem Stadtarzt und Balthasar Brunner verheiratet, der das prächtige Gebäude – heute Christian-Wolff-Haus – bis 1610 bewohnte.
Im Anschluss lädt ein kleiner Umtrunk zum Austausch ein.
Der Eintritt ist frei.
Eine Veranstaltung des Vereins für hallische Stadtgeschichte e. V. in Kooperation mit der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung, dem Stadtmuseum Halle und der Marienbibliothek Halle.
Solotheaterabend mit Andrea Ummenberger, Autor: Alexander Widner - S. Fischer Verlag
Nietzsche kennt man einfach! Ein Name wie ein Donnerschlag. Vertraut und fremd zugleich. Oft zitiert, streitbar, selten wirklich gelesen. Kaum ein Denker ist so wirkmächtig, so unbequem und zugleich so hartnäckig missverstanden wie Friedrich Nietzsche (1844–1900).
Geboren in Röcken in Sachsen-Anhalt, als Sohn eines lutherischen Pfarrers, galt Nietzsche früh als Ausnahmetalent. Geformt unter anderem an der Landesschule Pforta und mit nur 24 Jahren Professor in Basel, kehrte er der akademischen Welt aus gesundheitlichen Gründen 1879 den Rücken. Er wurde freier Schriftsteller, rastloser Wanderer und radikaler Kritiker seiner Zeit.
Philosophie, Literatur und Kulturkritik verschmelzen bei ihm zu einer Sprache voller Schärfe, Ironie und Lust an der Provokation. „Übermensch“, „Wille zur Macht“, „Gott ist tot“ – Schlagworte, die bis heute kursieren und doch selten verstanden werden. Gemeint war keine Pose, sondern eine Diagnose: eine Welt, die ihre Gewissheiten und Orientierung verloren hat. Was bleibt? Und was macht der Mensch daraus – mit seiner Freiheit?
Auch das vielfach zitierte „Du gehst zu Frauen? Vergiss die Peitsche nicht!“ aus "Also sprach Zarathustra" gehört dazu: weniger Handlungsanweisung als bewusst schockierende Zuspitzung. Für wen soll die Peitsche sein?
Das Theaterstück "Nietzsche oder Das deutsche Elend" von Alexander Widner (S. Fischer Verlage), als Solotheaterabend von Andrea Ummenberger überarbeitet, nimmt das Publikum mit auf eine Begegnung mit einem Philosophen, der nicht erklärt, sondern Fragen stellt, die bis heute nachhallen und dessen Gedanken nichts von ihrer Sprengkraft verloren haben.
Der Abend möchte Nietzsche erfahrbar machen. Seine Zweifel, seine Radikalität, seine gefährliche Schönheit. Ein Abend für Neugierige, Zweifelnde, Widersprechende. Denn Nietzsche kennt man nicht einfach. Man begegnet ihm.
Solotheaterabend mit Andrea Ummenberger, Autor: Alexander Widner - S. Fischer Verlag
Nietzsche kennt man einfach! Ein Name wie ein Donnerschlag. Vertraut und fremd zugleich. Oft zitiert, streitbar, selten wirklich gelesen. Kaum ein Denker ist so wirkmächtig, so unbequem und zugleich so hartnäckig missverstanden wie Friedrich Nietzsche (1844–1900).
Geboren in Röcken in Sachsen-Anhalt, als Sohn eines lutherischen Pfarrers, galt Nietzsche früh als Ausnahmetalent. Geformt unter anderem an der Landesschule Pforta und mit nur 24 Jahren Professor in Basel, kehrte er der akademischen Welt aus gesundheitlichen Gründen 1879 den Rücken. Er wurde freier Schriftsteller, rastloser Wanderer und radikaler Kritiker seiner Zeit.
Philosophie, Literatur und Kulturkritik verschmelzen bei ihm zu einer Sprache voller Schärfe, Ironie und Lust an der Provokation. „Übermensch“, „Wille zur Macht“, „Gott ist tot“ – Schlagworte, die bis heute kursieren und doch selten verstanden werden. Gemeint war keine Pose, sondern eine Diagnose: eine Welt, die ihre Gewissheiten und Orientierung verloren hat. Was bleibt? Und was macht der Mensch daraus – mit seiner Freiheit?
Auch das vielfach zitierte „Du gehst zu Frauen? Vergiss die Peitsche nicht!“ aus "Also sprach Zarathustra" gehört dazu: weniger Handlungsanweisung als bewusst schockierende Zuspitzung. Für wen soll die Peitsche sein?
Das Theaterstück "Nietzsche oder Das deutsche Elend" von Alexander Widner (S. Fischer Verlage), als Solotheaterabend von Andrea Ummenberger überarbeitet, nimmt das Publikum mit auf eine Begegnung mit einem Philosophen, der nicht erklärt, sondern Fragen stellt, die bis heute nachhallen und dessen Gedanken nichts von ihrer Sprengkraft verloren haben.
Der Abend möchte Nietzsche erfahrbar machen. Seine Zweifel, seine Radikalität, seine gefährliche Schönheit. Ein Abend für Neugierige, Zweifelnde, Widersprechende. Denn Nietzsche kennt man nicht einfach. Man begegnet ihm.
Mit Engramme setzt das Stadtmuseum Halle seine Tradition fort, die Werke von halleschen Kunstschaffenden der Gegenwart zu präsentieren.
Sebastian Harwardt beschäftigt sich in seiner Kunst vor allem mit Stadtlandschaften. Seine Bilder zeigen Architektur auf besondere Weise: Gebäude werden isoliert, neu zusammengesetzt oder verfremdet. Dabei interessieren ihn sowohl bekannte Sehenswürdigkeiten als auch unscheinbare Orte wie Industriegebiete, geschlossene Werkstore, Kioske oder Straßenmarkierungen. Schöne und weniger schöne Seiten der Stadt stehen gleichberechtigt nebeneinander.
Die Ausstellung Engramme lädt dazu ein, Stadt neu zu entdecken – als Ort von Erinnerung, Struktur und überraschender Schönheit.
