Veranstaltungstipps
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mit Manuela Winter, Kunstmuseum Moritzburg und Vorstand Hallescher Kunstverein e.V.
Reinhard Hentze: Halle (Saale), Marthastraße/August-Bebel-Straße, Dezember 1987, Farbfotografie, Repro: Reinhard Hentze © Reinhard Hentze
Reinhard Hentze griff zur Kamera als sich fundamentale Veränderungen in allen Lebensbereichen in der ehemaligen DDR ankündigten. Das letzte Jahrzehnt war geprägt von gefühltem Stillstand, Auflösungserscheinungen und auch Lebensfreude. Altbauten wurden abgerissen und wichen der sozialistischen Platte. Die Kirchen wurden Orte der offenen Diskurse und der Hoffnung, auch z.B. für ein Punk-Festival. Parteiparolen wurden immer absurder, weil sich deren Inhalt immer weniger mit der Wirklichkeit deckten. All das hielt Reinhard Hentze mit seiner Kamera fest - die Umbrüche, das Leben. Heute, etwa 30 Jahre später, wirken die Fotografien wie Dokumente einer vergangenen Zeit. Seine Aufnahmen sind jedoch mehr als eine Bilder-Chronik.
In dem Vortrag von Manuela Winter, Kunstmuseum Moritzburg und Vorstand Hallescher Kunstverein e.V., geht es auch um fotografisch-künstlerische Aspekte, um den ruhigen, detailfindenden, kompositorisch geschulten Blick des Fotografen, der öfters von einem Augenzwinkern begleitet wird.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Begleitprogramms der Sonderausstellung „Reinhard Hentze: Freiheit im Blick. Fotografie 1981-1990“ statt. Eine Ausstellung des Stadtmuseums Halle in Kooperation mit dem Halleschen Kunstverein e. V., gefördert von der Hallesche Wohngenossenschaft Freiheit eG. Die Ausstellung ist Teil des Halleschen Foto-Sommers.
Eintritt frei
mit Reinder Wijnveld, Fotograf und Künstler, und Kristin Land, Kuratorin Stadtmuseum Halle
17 Uhr findet ein 20-minütiger Rundgang durch die Ausstellung "PURe VISIONEN. Kunststoffmöbel zwischen Ost und West" statt. Im Anschluss beginnt der Vortrag mit vielen Originalansichtskarten als Bildquellen.
Der neu gestaltete Boulevard fügte sich in das internationale Aufkommen von Fußgängerpromenaden ein. Die DDR ließ die damalige Klement-Gottwald-Straße auf Ansichtskarten vielseitig in Szene setzen, wobei auch die PUR-Möbel eine Rolle spielten. Wie viel Freiheit hatten Fotografen bei der Auswahl ihrer Ansichtskartenmotive, und entsprach dies der Realität? Und was bedeutete der Boulevard für die Einwohner von Halle? Hier würden wir uns freuen, im Laufe des Abends Ihre Erinnerungen zu hören.
Reinder Wijnveld (47) wohnt in Frankfurt (Oder), ist Fotograf und konzipiert Führungen und Ausstellungen mit historischen Ansichtskarten, auf denen die Architektur und Kunst der DDR-Zeit zu sehen ist. Anhand von Ansichtskarten aus Halle zeigt er uns, wie diese als perfektes Medium genutzt wurden, um das wiederaufgebaute Halle weit zu verbreiten und die moderne Architektur zu etablieren.
Die Veranstaltung findet im Begleitprogramm der Sonderausstellung "PURe VISIONEN. Kunststoffmöbel zwischen Ost und West" statt. Sie ist eine Wanderausstellung des Kunstgewerbemuseums, Staatliche Kunstsammlungen Dresden und dem Museum Utopie und Alltag in Eisenhüttenstadt, in Halle (Saale) in Kooperation mit dem Stadtmuseum Halle.
Die Ausstellung wird gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, den Industriepark Lausitz und BASF Schwarzheide GmbH und unterstützt vom Deutschen Rundfunkarchiv.
Der Eintritt ist frei.
Kino unterm Sternenzelt! Wir laden zum gemütlichen Filmabend in der romantischen Kulisse der Oberburg Giebichenstein.
Der Film beginnt 21.30 Uhr. Vorab können Sie bereits ab 20 Uhr die Aussicht genießen oder 20.30 Uhr bei einer Kurzführung in die Geschichte der Burg eintauchen. Für kühle Getränke und Snacks ist gesorgt.
Eintritt: 8,50 €
Wie in den letzten Jahren gilt: Sie wählen aus zwei Filmen ihren Favoriten. Der Film mit den meisten Stimmen wird gezeigt. Welcher das ist, erfahren Sie am Tag der Aufführung spätestens um 12 Uhr hier und auf unseren Social-Media-Kanälen. Bis 10 Uhr können Sie Ihre Wahl treffen.
Zur Wahl stehen:
a) Triangle of Sadness (Schweden/UK/USA/Frankreich/Griechenland: 2022)
b) The Square (Schweden/Dänemark/USA/Frankreich 2017)
Abstimmung auf Xoyondo
TRIANGLE OF SADNESS (Schweden/UK/USA/Frankreich/Griechenland: 2022) Drama/Satire
Die Models Carl und Yaya bewegen sich in der Welt der Mode, während sie gleichzeitig die Grenzen ihrer Beziehung ausloten. Das Paar sagt zu, als es auf eine Luxusyacht eingeladen wird, zusammen mit einer halbseidenen Bande von superreichen Passagieren. Auf den ersten Blick scheint alles perfekt und Instagram-tauglich zu sein. Doch ein Sturm zieht auf, und das Paar findet sich auf einer einsamen Insel wieder, zusammen mit einer Gruppe von Milliardären und einer Reinigungskraft des Schiffes. Plötzlich ist die Hierarchie auf den Kopf gestellt, denn die Reinigungskraft ist die Einzige, die fischen kann.
Mit TRIANGLE OF SADNESS nimmt der preisgekrönte schwedische Filmemacher Ruben Östlund in seinem satirischen Drama die selbstverliebte Modebranche ins Visier.
THE SQUARE (Schweden/Dänemark/USA/Frankreich 2017) - Drama
Christian ist der smarte Kurator eines der größten Museen in Stockholm. Die nächste spektakuläre Ausstellung, die er vorbereitet, ist „The Square“. Es handelt sich um einen Platz, der als moralische Schutzzone fungieren und das schwindende Vertrauen in die Gemeinschaft hinterfragen soll. Doch wie bei den meisten modernen Menschen ist es auch bei Christian nicht weit hin mit diesem Vertrauen – auch er verriegelt die Tür seines stylischen Apartments und würde seinen Tesla nicht unbeaufsichtigt in einer zwielichtigen Gegend parken. Als Christian ausgeraubt wird und ihm kurz die darauf provokante Mediakampagne zu „The Square“ um die Ohren fliegt, gerät sein eigenes Selbstverständnis und das gegenüber der Gesellschaft schwer ins Wanken.
Nach HÖHERE GEWALT begibt sich Regisseur Ruben Östlund in THE SQUARE in die schillernde Welt der modernen Kunst und öffnet ihre moralischen Falltüren. Erneut wirft er mit seinem vielschichtigen und sarkastisch-entlarvenden Humor und komplexen Dramaturgie brisante Fragen zu dem aktuellen Selbst- und Gesellschaftsbild auf. Ausgewählt für den offiziellen Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes vereint Östlund neben Hauptdarsteller Claes Bang (Die Brücke) die Schauspiel-Stars Elisabeth Moss (Mad Men) und Dominic West (The Wire) in seinem Ensemble.
Kino unterm Sternenzelt! Wir laden zum gemütlichen Filmabend in der romantischen Kulisse der Oberburg Giebichenstein.
Der Film beginnt 21.30 Uhr. Vorab können Sie bereits ab 20 Uhr die Aussicht genießen oder 20.30 Uhr bei einer Kurzführung in die Geschichte der Burg eintauchen. Für kühle Getränke und Snacks ist gesorgt.
Eintritt: 8,50 €
Wie in den letzten Jahren gilt: Sie wählen aus zwei Filmen ihren Favoriten. Der Film mit den meisten Stimmen wird gezeigt. Welcher das ist, erfahren Sie am Tag der Aufführung spätestens um 12 Uhr hier und auf unseren Social-Media-Kanälen. Bis 10 Uhr können Sie Ihre Wahl treffen.
Zur Wahl stehen:
a) Die leisen und die großen Töne (Frankreich 2024)
b) Was uns nicht umbringt (Deutschland 2018)
Abstimmung auf Xoyondo
DIE LEISEN UND DIE GROSSEN TÖNE (Frankreich 2024)
Thibaut ist ein berühmter Dirigent, der die Konzertsäle der ganzen Welt bereist. In der Mitte seines Lebens erfährt er, dass er adoptiert wurde und dass er auch einen jüngeren Bruder hat, Jimmy, der in einer Schulküche arbeitet und Posaune in der Blaskapelle einer Arbeiterstadt spielt. Die beiden Brüder könnten unterschiedlicher nicht sein. Nur in einer Sache sind sie sich einig: ihrer Liebe zur Musik. Thibaut ist beeindruckt vom musikalischen Talent seines Bruders. Er will die Ungerechtigkeit ihres Schicksals begleichen, seinem Bruder die eine Chance geben, die er nie hatte: sein Talent zu entfalten, seinem Herzen zu folgen und mit dem kleinen Orchester einen nationalen Wettbewerb zu gewinnen. Jimmy beginnt, von einem ganz anderen Leben zu träumen...
Ein Kino der Superlative hat Regisseur Emmanuel Courcol mit diesem Film geschaffen: eine Geschichte, die sowohl im Kleinen als auch im Großen, im Privaten wie im Politischen überwältigt, berührt und vor allem unterhält. Benjamin Lavernhe (BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL) und Pierre Lottin (EIN TRIUMPH) sind brillant in dieser großen filmischen Erzählung von zwei Männern, die Brüder werden, und erst dadurch die Welt verstehen.
Was uns nicht umbringt (Deutschland 2018) Drama/Komödie
Als Vater zweier jugendlicher Töchter – mit einer eigensinnigen Ex-Frau, die zugleich seine beste Freundin ist, einem schwermütigen Hund, den er sich gerade erst angeschafft hat, und seinen eigentümlichen Patienten – braucht Psychotherapeut Max wahrlich keine neue Herausforderung. Aber wenn Sophie, die bezaubernde Spielsüchtige mit Beziehungsproblemen, stets zu spät in seiner Praxis erscheint, gerät Max’ vertraute Welt ins Wanken. Während er sich noch einzureden versucht, Profi genug zu sein, um Profi zu bleiben, führt eine unverhoffte Begegnung der beiden zu immer mehr Verstrickungen – und der Therapeut verliebt sich in seine Patientin. Wie soll er ihr helfen, ohne sich einzumischen? Wie kann er sie lieben, ohne sie zu verlieren? Hin- und hergerissen zwischen Gefühl und Verstand, zwischen seiner Patientin und der Frau, die er liebt, muss Max zunächst dem alten Flugzeugleitsatz folgen: Helfen Sie sich selbst, bevor Sie versuchen, anderen zu helfen.
Regisseurin und Drehbuchautorin Sandra Nettelbeck („Mr. Morgans letzte Liebe“, „Helen“, „Bella Martha“) präsentiert mit WAS UNS NICHT UMBRINGT einen sehr beeindruckenden, persönlichen Film. In den Hauptrollen brillieren August Zirner („Colonia Dignidad – Es gibt kein zurück“, „Die Fälscher“), Johanna ter Steege („À la vie“, „Ludwig van B. – Meine unsterbliche Geliebte“) und Barbara Auer („Transit“, „Die Bücherdiebin“).
Kino unterm Sternenzelt! Wir laden zum gemütlichen Filmabend in der romantischen Kulisse der Oberburg Giebichenstein.
Der Film beginnt 21.30 Uhr. Vorab können Sie bereits ab 20 Uhr die Aussicht genießen oder 20.30 Uhr bei einer Kurzführung in die Geschichte der Burg eintauchen. Für kühle Getränke und Snacks ist gesorgt.
Eintritt: 8,50 €
Lucky Loser - Die zweite Chance: Am letzten Tag der Sommerfilmnächte zeigen wir den zweitplatzieren Film, der die meisten Stimmen geholt hat.
Live-Anspiel des Carillons im Roten Turm
Carillonneur Karel Keldermans (USA)
Über den Carillonneur
Karel Keldermans ist einer der herausragenden Glockenspieler Nordamerikas. Er studierte Glockenspiel mit Piet van den Broek an der Royal Carillon School in Mechelen (Belgien) und erhielt dort ein Konzertdiplom für Carillon magna cum laude. An der niederländischen Glockenspielschule Amersfoort führte er seine Studien mit Peter Bakker fort. Konzertreisen führten ihn nach Europa, Nordamerika und Australien.
Im Jahr 2000 wurde er Carillonneur am Concordai Seminary in St. Louis, Missouri. Bis 2012 war er "Vollzeit-Carillonneur" für den SpringfieldPark District in Springfield, Illinois. Über 36 Jahre hinweg war Keldermans Direktor des renommierten "Springfield International Carillon Festival". Sechs Solo-CD’s mit seiner Carillonmusik und eine CD in Duett mit dem belgischen Gitarristen Wim Brioen Wim Brioen sind Ergebnisse seines musikalischen Schaffens.
Karel Keldermans war fünf Jahre Präsident der Guilde der Glockenspieler in Nordamerika (GCNA). Gemeinsam mit seiner Frau Linda gab er das Buch "Carillon: Die Evolution eines Konzert-Instrument in Nordamerika" heraus, das in Nordamerika und im Ausland viel Aufmerksamkeit erhielt. 1998 wurde Karel Keldermans gemeinsam mit seiner Frau Linda für ihre Verdienste um das Glockenspiel mit der Berkeley-Medaille geehrt.
Programm
1. Fugue, Matthais van den Gheyn (1721-1785), arrangiert von Karel Keldermans
2. Scottish Fantasy, John Courter (1941-2010), arrangiert von Juergen Buchner
3. Variations on a theme by Mozart, Mauro Giuliani (1781-1829)
4. Impromptu (Homage a Chopin), Ferd Timmermans (1891-1967)
5. Leyenda, Isaac Albeniz (1860-1909), arrangiert von Bert Gerken
6. Geschichten aus Wienerwald, Johan Strauss (1825-1869)
7. Estudios, Fernando Sor (1780-1839), arrangiert von Ronald Barnes
Die Veranstaltung musste leider aus persönlichen Gründen abgesagt werden.
Sophie von Bechtolsheim, Historikerin und Enkelin von Claus Schenk Graf von Stauffenberg (1907–1944), liest aus ihrem Buch "Stauffenberg: Mein Großvater war kein Attentäter". Sie erzählt erstmals von den zahlreichen Stauffenberg-Bildern, die ihr im Laufe ihres Lebens begegnet sind – in der Wissenschaft, in den Medien, aber vor allem in der Familie. Sie fragt danach: "Wer war er, wer war mein Großvater?" und lädt die Zuhörer:innen ein Ihre Antwort darauf zu finden.
Kristin Land, Mitglied Kuratorenteam Stadtmuseum Halle
Ausgehend von der Wanderausstellung "PURe VISIONEN.Kunststoffmöbel zwischen Ost und West", vertieft Kristin Land, Kuratorin vom Stadtmuseum Halle, den lokalen Blick und lädt dazu ein, die Geschichte von PUR in Halle zu entdecken. Im Mittelpunkt stehen dabei PUR als Werkstoff der Zukunft, die Rolle der halleschen Kunsthochschule Burg Giebichenstein als Experimentierort und die enge Verbindung der Region zur Chemieindustrie. Anhand von zahlreichen Exponaten - von Möbeln und Konsumgütern bis hin zu Fotografien, Ansichtskarten und Broschüren - zeigt Kristin Land, wie eng Materialinnovation und Design, Industrie und Alltag in der DDR und in Halle miteinander verbunden waren.
Die Veranstaltung findet im Begleitprogramm der Sonderausstellung "PURe VISIONEN. Kunststoffmöbel zwischen Ost und West" statt. Sie ist eine Wanderausstellung des Kunstgewerbemuseums, Staatliche Kunstsammlungen Dresden und dem Museum Utopie und Alltag in Eisenhüttenstadt, in Halle (Saale) in Kooperation mit dem Stadtmuseum Halle.
Die Ausstellung wird gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, den Industriepark Lausitz und BASF Schwarzheide GmbH und unterstützt vom Deutschen Rundfunkarchiv.
Eintritt: 7 €; erm. 5 €
